Grüne Erfolge

Verkehr

Wir haben die Wiedereinführung der Parklizenz erreicht. Dabei haben wir besonders darauf geachtet, dass die AnwohnerInnen wieder Parkplätze finden können.

Die fast vollständige Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung konnten wir durchsetzen. Die Querung der Orleansstraße für in der Rosenheimer Straße stadteinwärts fahrende RadlerInnen wurde durch eine rote Fahrradfurt verbessert.

Öffentlicher Raum

Die vielen Straßenfeste in Au-Haidhausen und nicht zuletzt das Seifenkistl-Rennen am Gebsattelberg zeigen, dass die schönen Straßen unseres Viertels nicht nur Verkehrsräume sein können.

Wir haben uns für die Aufwertung des öffentlichen Raums durch Baumpflanzungen und die Anlage neuer Spielplätze eingesetzt.

Wohnen

Wir haben für die Verlängerung der Erhaltungssatzung und damit für mehr MieterInnenschutz in Sanierungsgebieten gesorgt.

Auf dem alten Postgelände an der Orleansstraße und an der Welfenstraße werden AnwohnerInnengaragen entstehen.

Bei Konflikten um sozial unverträgliche Wohnungsumwandlungen haben wir die Interessen der BewohnerInnen unterstützt.

GRÜNE ZIELE

Verkehr

Verkehrswende

Der Automobilverkehr in München muss weniger werden. Anders sind Umweltprobleme wie Feinstaub, Lärm, CO2 und Stickoxide nicht zu lösen. Deshalb wollen wir den Menschen eine Alternative anbieten. Zu diesem Zweck werden wir den öffentlichen Nahverkehr und Nahmobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad fördern.

Die zweite S-Bahn Stammstrecke

Die Münchner S-Bahn braucht einen Ausbau, damit der 10-Minuten-Takt möglich wird. Die derzeitigen Planungen sind aufwändig, teuer und langwierig. Für Haidhausen bringt der Tunnel keine Verbesserungen, da keine neuen Haltepunkte vorgesehen sind. Im Gegenteil, am Rosenheimer Platz und am Ostbahnhof könnte es durch wegfallende Züge sogar Verschlechterungen geben. Wir fordern deshalb, dass so schnell wie möglich der Südring für die Münchner S-Bahn ausgebaut wird.

Die neue S-Bahnstrecke muss so geplant und gebaut werden, dass die Anwohnerinnen und Anwohner nicht überfordert werden. Dass das möglich ist, haben die Münchner U-Bahn-Bauer eindrucksvoll demonstriert. Beim S-Bahn-Südring muss durch Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke die Belastung der umliegenden Wohnbevölkerung klein gehalten werden.

Externe Links zum Thema: Bürgerinitiative S-Bahntunnel, S-Bahn-Special Jens Mühlhaus

S-Bahn-Südring: Es entstehen neue Haltestellen am Kolumbusplatz, der
Poccistraße und vielleicht an der Ganghofer Straße. Somit wird
für die Au eine attraktive Verkehrsanbindung an den Osten und
den Westen Münchens geschaffen. (Zeichnung nach Michael Dörrbeckecker, AAN - Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn_München)

Schutzstreifen in der Schweigerstraße

Radverkehr

Wir brauchen weitere Verbesserungen beim Radverkehr. Viele Radwege entsprechen nicht den seit vielen Jahren geltenden Mindeststandards. Wir wollen, dass die knappen Mittel für den Radwegbau in Zukunft vor allem dort eingesetzt werden, wo es am wichtigsten ist und nicht dort, wo zufällig Flächen frei sind. Wo man keinen Radweg bauen kann, ist oft ein Fahrradschutzstreifen eine Lösung. Einen solchen Schutzstreifen fordern wir vor allem für die Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße.

Fußverkehr

Viele Gehwege sind zu schmal. Gerade in den dicht bebauten Innenstadt-Randgebieten gibt es eine scharfe Konkurrenz um die zur Verfügung stehenden Flächen.

Wichtige Fußwegbeziehungen sollen so gestaltet sein, dass sie auch gerne benutzt werden. Ampelphasen sind auch mit Rücksicht auf die FußgängerInnen festzulegen.

Die Gehwege müssen so weit wie möglich von Reklameschildern, geparkten Fahrrädern sowie sonstigem Mobiliar freigehalten werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass bei der Einrichtung von Freischankflächen die Interessen der FußgängerInnen gewahrt bleiben.

Planung

Die Stadtsanierung, insbesondere in Haidhausen, ist weitgehend abgeschlossen. Künftige Baumaßnahmen und Sanierungen müssen stadtteilverträglich durchgeführt werden. Die Grünen werden sich weiter für das Umwandlungsverbot einsetzen, damit günstige Mietwohnungen nicht völlig verschwinden.

Die großen städtebaulichen Projekte am Ostbahnhof und an der Welfenstraße werden wir kritisch begleiten. Moderne Planungen müssen mit Bewahrung von gewachsenen Strukturen, mit Nutzungsmischung und ökologischen Standards einhergehen.

Der öffentliche Raum dient der Kommunikation und der Identifikation. Neben Verkehrsweg, Parkplatz oder Ladenfläche muss dafür freier Platz bleiben. Wir werden uns dafür einsetzen, den öffentlichen Raum zu stärken und dabei die Interessen aller Bevölkerungsgruppen mit einzubeziehen.

Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen droht immer, wenn das Umfeld sich verbessert. Bei Konflikten um sozial unverträgliche Wohnungsumwandlungen unterstützen wir die Interessen der BewohnerInnen. Wir setzen uns für den Mieterschutz ein.

Orleansplatz

Öffentliche Räume und Plätze zeichnen sich dadurch aus, dass sie von den Bürgerinnen und Bürgern frei genutzt werden können. Überwachungskameras vereiteln ein freies selbstbestimmtes öffentliches Leben und gehören nicht auf den Orleansplatz.

Wir Grüne wollen, dass öffentliche Plätze lebendig und im solidarischen Umgang miteinander genutzt werden.

Zum Thema: Bericht zum Streitgespräch "Stadtluft macht frei!?" zwischen Siegfried Benker (Bündnis 90/Die Grünen) und Josef Schmid (CSU) am 5.11.2007

Kultur

Au-Haidhausen hat ein reges Kulturleben. Unverzichtbar sind für uns sowohl die etablierte Szene als auch die alternative Kulturlandschaft.

Wir wollen dazu beitragen, dass möglichst viele StadtteilbewohnerInnen zu aktiven GestalterInnen des Kulturlebens werden. Menschen, die schöpferisch denken und handeln, wollen nicht beim Konsum einer vorgefertigten Welt stehen bleiben, sondern ihr eigenes Leben und ihre Rolle in der Gesellschaft selbstbestimmt gestalten. Dazu werden wir verstärkt nicht-kommerzielle Kulturinitiativen unterstützen, die ein Gegengewicht zur bloßen Vermarktung kultureller Bedürfnisse durch die Freizeitindustrie bilden. Auch interkulturelle Initiativen brauchen Raum zur Entfaltung.

Soziales

Grüne Sozialpolitik versteht sich immer auch als Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu bauen wir auf die vielfältigen sozialen Projekte und Selbsthilfestrukturen in unserem Stadtviertel. Wir wollen in Zukunft verstärkt eine Vernetzung der BewohnerInnen untereinander, mit Selbsthilfegruppen und nicht zuletzt dem Bezirksausschuss fördern.

Au-Haidhausen ist kein Exklusiv-Viertel für Wohlhabende. Wir wollen die sozialen Strukturen erhalten, die Au-Haidhausen so attraktiv gemacht haben.

Migration

Die bündnisgrüne Fraktion engagiert sich für ein tolerantes, friedliches und soziales München. Wir fordern und fördern deshalb für alle Menschen verschiedener kultureller Orientierung die Möglichkeit, sich ohne Assimilationsdruck in unserer Gesellschaft einzubringen und zu bewegen. Eine pauschale Leitkultur lehnen wir ab.

Die Integration von MigrantInnen kann jedoch nur funktionieren, wenn sich die Bürgerschaft weltoffen zeigt und sich deutlich gegen Vorurteile, Gewalt und Hetze vom rechten Rand bekennt.

Eine wirkungsvolle Sprachförderung für Kinder und Erwachsene ist uns besonders wichtig.